Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen von mir recherchiert und verfasst worden. Er ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Und wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel!

Mein Kunde zahlt seine Rechnung nicht wie vereinbart. Ab welchem Zeitpunkt befindet mein Kunde sich im Zahlungsverzug? Was muss ich tun, um meinen Kunden in Verzug zu setzen.

Böse Schuldner muss man oft mahnen. (Deutsches Sprichwort)

Im Geschäftsverkehr ist es häufig üblich, eine erste, zweite und dritte Mahnung zu verschicken. Dabei bitte beachten:

Eine Mahnung vor Fälligkeit einer Rechnung ist unwirksam.

Ihr Kunde kann auf unterschiedliche Arten in Zahlungsverzug geraten:

  1. wenn durch ein Kalenderdatum bestimmt wird, bis wann die Forderung vom Schuldner zu begleichen ist
  2. durch Zustellung einer Mahnung (Nachweis evtl. durch Einschreiben/Rückschein)
  3. durch die 30-Tages-Frist (§286, III BGB)
30-Tages-Frist (§286 Absatz 3 BGB)

Verzug tritt jedoch nach § 286 Absatz 3 BGB bei Geldschulden auch ohne Mahnung spätestens 30 Tage nach Eingang der Rechnung ein. Vorausgesetzt, die Leistung ist zu diesem Zeitpunkt bereits erbracht. Diese Frist gilt immer gegenüber Unternehmern. Gegenüber Verbrauchern gilt die 30-Tages-Frist nur dann, wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wurde. Dieser Hinweis kann auf der Rechnung oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sollte spätestens in der schriftlichen Mahnung erfolgen.