Was macht das Leben lebenswert?

Seit 11 Tagen stehe ich jeden Morgen um 6 Uhr auf. Das klappt erstaunlich gut, das Aufstehen … um ausreichend Schlaf zu bekommen, müsste ich jetzt nur noch abends etwas früher den Weg ins Bett funden.

Wer bin ich? Und warum so früh?

Mitte Juli habe ich zum ersten Mal etwas vom Konzept des „ikigai“ aus Japan (iki = Leben, gai = wert) gehört.

Okinawa in Japan ist eine der fünf „blue zones“ auf der Erde, wo die Menschen statistisch gesehen am längsten und gesündesten leben. Verschiedene Faktoren sollen für ein gesundes, zufriedenes, langes Leben in diesen Zonen verantwortlich sein. Eines davon ist:

find your ikigai

Das hörte sich für mich so interessant und passend als Ergänzung zu #meinereisezumirgehtweiter an, dass ich mich damit näher beschäftigt habe, um zunächst einmal das Konzept zu verstehen.

Die verschiedenen Themenkreise des Konzeptes

Das Konzept setzt sich aus vier verschiedenen Themenkreisen zusammen.

  1. Was liebe ich?
  2. Was braucht die Welt?
  3. Womit verdiene ich mein Geld zum Leben?
  4. Worin bin ich gut?

Diese werden oft als ringförmig angeordnete Kreise dargestellt.

Was macht mein Leben „wert“ … ?

Die vier übergeordneten Grundbedürfnisse:

Aus den Schnittmengen von jeweils zwei Bereichen ergibt sich eines von vier übergeordneten Grundbedürfnissen:

Meine persönliche mission finde ich in der Schnittmenge der Fragen „Was liebe ich“ und „Was braucht die Welt“.
Meine vocation ergibt sich aus der Schnittmenge der Fragen „Was braucht die Welt“ und „Womit verdiene ich mein Geld zum Leben“.
Meine profession erhalte ich aus der Schnittmenge der Fragen „Womit verdiene ich mein Geld zum Leben“ und „Worin bin ich gut“.
Meine passion lässt sich aus der Schnittmenge der Fragen „Worin bin ich gut“ und „Was liebe ich“ ablesen.

Bei den Schnittmengen aus jeweils 3 Bereichen fehlt immer ein kleines (entscheidendes?) Puzzleteil. Habe ich z. B. einen Beruf, den die Welt braucht und den ich liebe, für den mir allerdings die Kompetenzen fehlen, entsteht ein dauerhaftes Gefühl der Überforderung, welches nicht förderlich ist für ein langes, gesundes und zufriedenes Leben.

Wenn nur der Aspekt „Geld“ zu kurz kommt und ich es mir finanziell leisten kann, dann wäre es für mich durchaus zu überlegen, ob ich den Aspekt „Geld“ unberücksichtigt lassen kann. Immerhin tue ich dann etwas, was ich liebe, was die Welt braucht und für das ich die entsprechenden Kompetenzen besitze.

In der Schnittmenge aus allen vier Bereichen finde ich meinen Sinn des Lebens.

Soweit so gut … jetzt geht es daran, dieses theoretische Konstrukt mit meinem Leben zu füllen. Dafür möchte ich weiterhin die gewonnene Stunde am Morgen nutzen.

2 Kommentare

  1. Nicole

    Liebe Katrin,
    das klingt richtig spannend und interessant. Toll, dass du deine Kreise füllen wirst und dafür früh aufstehst. Ich habe gerade am Sonntag mal wieder gemerkt, dass man einfach mehr vom Tag hat, haha.
    Hab eine gute Zeit,
    Nicole

    • kh

      Liebe Nicole,
      danke für’s Vorbeilesen und Deine lieben Worte. Ich finde das Konzept wirklich spannend, habe dennoch gerade große Schwierigkeiten mich dort einzuordnen. Aber der August hat ja noch ein paar Tage.
      Liebe Grüße von Katrin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2020 Katrins Krimskrams

Theme von Anders NorénHoch ↑