Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen von mir recherchiert und verfasst worden. Er ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Und wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel!

Eigentlich bin ich es gewohnt, Vorsorge für weniger gute Zeiten zu treffen. Der Vorratsschrank ist gut gefüllt, der Tiefkühlschrank auch, ich habe finanzielle Rücklagen und diverse Versicherungen abgeschlossen, es existiert sogar ein Testament … und ich bin Organspenderin (das immerhin habe ich schon lange entschieden). Ich möchte mein Leben so selbstbestimmt wie möglich gestalten. Trotzdem fällt es mir schwer, Vorsorge dafür zu treffen, wer sich im Ernstfall, in welchem Umfang, um welche Angelegenheiten kümmern soll, sollte ich vorübergehend oder dauerhaft aufgrund von Unfall, Krankheit oder Alter dazu nicht mehr in der Lage bin.

Ich habe mich lange davor gedrückt mich mit diesen Themen zu beschäftigen. Schon vor einigen Jahren hatte ich diverse Informationsbroschüren aus dem Internet heruntergeladen und abgespeichert, aber nicht gelesen. Für letzten Winter hatte ich mir das aber fest vorgenommen … Nun ist der Winter lange vorbei …

Jeder von uns kann jederzeit durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr eigenverantwortlich regeln kann. Im deutschen Recht haben nur Eltern gegenüber ihren noch nicht volljährigen Kindern ein umfassendes Sorgerecht und somit die Befugnis zur Entscheidung und Vertretung in allen Angelegenheiten. Für Volljährige können Angehörige nur aufgrund einer rechtsgeschäftlichen Vollmacht oder als gerichtlich bestellter Betreuer entscheiden bzw. Erklärungen abgeben. Deshalb möchte ich mich in den nächsten Wochen mit den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung beschäftigen.

Und damit dieses so wichtige Thema für mich in diesem Winter abschließen.