Sie möchten bei dem Leser/der Leserin Ihres Briefes im Gedächtnis bleiben? Nutzen Sie die Grußformel. Mit der Standardgrußformel „Mit freundlichen Grüßen“ können sie nichts falsch machen, aber in den letzten Jahren finden sich immer häufiger individuelle Grußformeln am Briefende. Achten Sie darauf, dass die Grußformel authentisch bleibt, d. h. sie muss zum Absender passen und sollte den Empfänger ansprechen.

Beispiele gefällig?

„Mit freundlichen Grüßen“, „Freundliche Grüße“ … wenig individuell, aber gut geeignet im Erstkontakt. „Viele Grüße“ wird eher in E-Mails verwendet.

Herzliche Grüße … findet seinen Gebrauch nach einem persönlichen (herzlichen) Kontakt. Vorsicht: je nachdem wie sympatisch mir mein Gegenüber ist, empfinde ich die herzlichen Grüße teilweise als seltsam.

Liebe Grüße … für den Erstkontakt zu distanzlos. Bei langjähriger vertrauensvoller Zusammenarbeit geeignet.

Wo komm ich her, wo will ich hin?

Mit freundlichen Grüßen aus Lilienthal/nach Bremen … ich empfinde es aus Empfängersicht angenehmer, den Ort des Adressaten zu nennen. Dieser sollte im Mittelpunkt stehen. In längeren E-Mail-Korrespondenzen kann man zur Abwechslung auch einmal den eigenen Ort nennen.

Ein wenig Smalltalk gefällig?

Mit Wetter- oder Jahreszeitenbezug … „Sonnige (oder sommerliche) Grüße aus Lilienthal“ oder „Herzliche Grüße aus dem verschneiten Lilienthal …“ wirkt nett, ein wenig wie Smalltalk, gut einzusetzen, wenn man den Adressaten bereits länger kennt. Und in diesem Fall sollte man auf jeden Fall den eigenen Ort nennen, wir wissen ja nicht, welchem Wetter der Empfänger gerade ausgesetzt ist.

Wünsche statt Grüße?

„Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende/einen schönen Urlaub/einen guten Wochenstart“ – Wünsche können gut am Textende eingesetzt werden, in der Regel kenne ich mein Gegenüber dann schon etwas länger. Ob diese auch die Grüße am Textende ersetzen können, entscheide ich im Einzelfall.

In der Kürze liegt die Würze?

Abkürzungen? MfG? VG? LG … nicht in der schriftlichen Korrespondenz, auch nicht in E-Mails. Wirkt sparsam oder knauserig … ebenso die Formulierung „Mit freundlichem Gruß“ … Privat in SMS oder WhatsApp sind Abkürzungen in Ordnung und gebräuchlich.

Hochachtungsvoll …

… wirkt altmodisch und unfreundlich. Findet häufig im Behördenschriftverkehr noch Anwendung. Strafbescheide werden so unterschrieben. Hat keinen Platz in der modernen Korrespondenz.

 

Nach der DIN 5008 wird die Grußformel mit einer Zeile Abstand vom Brieftext abgesetzt.

Die Grußzeile endet stets ohne Satzzeichen. Und …

„Grüße“ schreibt man mit „ß“ nicht mit „ss“!

Wählen Sie Ihre Grußformel passend zur Anrede.