Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen von mir recherchiert und verfasst worden. Er ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Und wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel!

Eine Rechnung ist aus umsatzsteuerrechtlicher Sicht ein wichtiges Dokument. Nur wenn ich eine korrekte Rechnung vorliegen habe, ist der Vorsteuerabzug möglich. Es ist demnach nicht nur wichtig, dass ich meinen Kunden korrekte Rechnungen ausstelle, sondern auch ich muss prüfen, ob die für mich ausgestellten Rechnungen alle vorgeschriebenen Angaben enthalten, damit ich die gezahlte Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt als Vorsteuer geltend machen kann.

Eine Rechnung hat die folgenden Angaben zu enthalten:

(gemäß § 14 Abs. 4 in Verbindung mit § 14a Abs. 5 UStG)

  • Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers (ich) und des Leistungsempfängers (Kunde)
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (des leistenden Unternehmers)
  • Rechnungsdatum
  • Rechnungsnummer
  • Menge und Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung
  • Zeitpunkt der Lieferung bzw. sonstigen Leistung
  • nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt
  • im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts (Rabatt, Skonto)
  • Entgelt und hierauf entfallender Steuerbetrag (evtl. Hinweis auf Steuerbefreiung)
  • bei Umkehr der Steuerschuld Hinweis auf Steuerschuld des Leistungsempfängers
  • bei Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück an Private Haushalte (z. B. Handwerker-Rechnungen) einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht von 2 Jahren (beginnend am Ende des Jahres, in dem die Rechnung ausgestellt wurde)

Sogenannte Kleinbetragsrechnungen müssen geringere Anforderungen erfüllen!

Und nur um die völlige Verwirrung komplett zu machen: Eine Rechnung kann auch eine Gutschrift sein! Die „frühere“ Gutschrift heißt heute Rechnungskorrektur.