P … wie Pause

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Mach mal Pause …

… klingt so einfach.

Im #vielleichter2021 ABC sollte es heute eigentlich um die „Planung“ gehen. Aber da ich das Optimieren und das „Höher, Schneller, Weiter“ ja aufgegeben habe, geht es um die Wichtigkeit des Pausemachens.

Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.

elizabeth barret browning

Ich gehöre zu den Menschen, die sich häufig selber im Weg stehen. Ich kann schlecht Pause machen, bevor nicht alles erledigt ist bzw. kann die genommene Pause oft nicht genießen, weil ja noch so viele Aufgaben zu erledigen sind. Wobei ich das trainiere … und es wird besser.

Aber … wann ist denn wirklich alles richtig fertig?

Während der eine Jahresabschluss erstellt wird, läuft die Buchhaltung des laufenden Jahres weiter. In Haus und Garten bin ich auch nie wirklich fertig und meine Unterrichtsplanung könnte ich detailverliebt ins Unendliche treiben.

So eine Arbeit ist eigentlich nie fertig. man muss sie für fertig erklären, wenn man Zeit und Umständen das Mögliche getan hat.

Johann wolfgang von Goethe

Hört sich einfach an … oder?… ist für mich aber sehr schwer. Dabei weiß ich um den Wert und die Wichtigkeit von Pausen für mich.

Die kleinen Alltagspausen funktionieren schon ganz gut für mich. Hier habe ich meine Liste für „kleine Alltagspausen“ geschrieben. Diese zelebriere ich bereits ausgiebig.

Kaffeepause …

… und hier und da schrieb ich über kleine Auszeiten. Genau diese bräuchte ich jetzt dringend und diese wollten wir mit dem Kauf des VW-Reisemobils auch viel häufiger einlegen.

Strand …

Auszeiten von Zuhause … so etwas wie lange Spaziergänge oder Radtouren in unbekanntem Gelände mit Kaffee und Kuchen in neuentdeckten Cafés … kurze Wochenendtrips mit dem VW-Bus.

So richtige Pausen vom Alltag, die mir besser gelingen, wenn ich nicht Zuhause bin. Dann sehe ich nämlich die Arbeit, die ich noch erledigen müsste, nicht.

Ostsee …

Leider sitzen wir ja pandemiebedingt seit Frühjahr 2020 fast dauerhaft fest … und eigentlich ist das auch kein Problem, ich mag mein Zuhause, und trotzdem wäre ich gerne wieder mehr unterwegs. Was zurzeit ja durchaus möglich wäre, wäre da nicht meine mangelnde Balance.

Nachdem ich nun heute den unvollständigen Reha-Antrag von der Krankenkasse bekam. Schade, aber da fehlen Formulare und Datenblätter und Umschläge und was weiß ich noch … ich bin ja nicht Sozialversicherungsfachfrau …

Nachdem ich heute beim Arzt anrief, um mir einen Termin für das Ausfüllen des Reha-Antrages geben zu lassen, dieser aber erst im nächsten Monat überhaupt einen Termin für mich hat …

Nachdem ich beim Kardiologen anrief, um mich nach den Ergebnissen des Langzeit-EKGs vom letzten Montag zu erkundigen, das leider noch nicht ausgewertet ist … ich fürchte ja, es gab nicht keine Zeit um dieses auszuwerten, denn angeblich sollte die Auswertung schon am nächsten Tag fertig sein, sondern die Daten sind verschwunden. Wie schön, dass ich tief in mir weiß, dass aus dieser Auswertung keine Hiobsbotschaften zu erwarten sind …

Nachdem ich nun alle Verhaltenstherapeuten hier im Umfeld angerufen habe und leider auch dort niemand einen Platz für mich hatte und auch die Wartelisten geschlossen sind …

Tja … nach diesen ganzen „Nachdems“ scheint es ja niemand außer mir eilig zu haben, dass ich wieder gesund werde. Vielleicht sollte ich mich auch nicht so sehr beeilen und dadurch womöglich noch in Stress geraten …

Arbeit ist so schön … deshalb lasse ich etwas für Morgen übrig …

… und mache Pausen und nehme Auszeiten und genieße, was jetzt geht.

Glücklicherweise …

… kann ich mir das finanziell leisten mit meinem Krankengeld (ich mag mir nicht vorstellen, wie es denjenigen geht, wo der Hauptverdiener ausfällt)

… bin ich nicht sterbenskrank (wobei ich hoffe, dass es dann vielleicht schneller geht mit Terminen und Behandlungen und so ??? … man weiß es nicht.)

… bin ich auch psychisch so stabil, dass ich den Kopf höchstens zeitweise in den Sand stecke.

So viel Glück … wie schön

Abendstimmung am See …

Fazit: macht Pausen und fordert rechtzeitig Hilfe von außen ein. Ich verspreche Euch, die Welt wird sich weiterdrehen, das Leben ist auch mit schmutzigem Fußboden, ungemähtem Rasen und riesigen Wäschebergen lebenswert.

Nimm Dir eine Auszeit,

bevor Dir die Kraft fehlt und alles zu viel wird.

Du bist es wert.

1 Kommentar

  1. Nicole

    Liebe Katrin,
    ja, ja, ja! Ich musste bei dem ‚Sterbenskrank‘ Satz lachen, wenn es denn nicht so traurig wäre.. Es tut mir leid, dass dein Wille und die Zeit der Ärzte/Therapeutin offenbar nicht dieselbe Sprache sprechen und wünsche dir außer Pausen weiterhin Geduld..
    Es wird werden und am Ende ist es alles zu etwas gut, dessen bin ich mir sicher.
    Hab einen schönen Mittwoch und liebe Grüße
    Nicole

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