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Im September ging es vor allem weiter mit dem #vielleichter 2021 ABC … denn nachdem ich die Vorstellung, dass alles perfekt und noch dieses Jahr entstehen sollte und den dadurch entstandenen Druck losgelassen hatte, schrieben sich die Artikel (Jetzt, Vergeben, Danke, Mut) quasi von alleine. Außerdem gab es ein Rezept für eine leckere Kartoffelsuppe und einen Apfel-Zwetschgen-Kuchen.

Wenn alles fließt …

Vielleicht ist diese Strategie aus dem Human Design, das Warten und „Auf das Leben reagieren“ doch nicht so schlecht, nicht so schwer … zumindest weiß ich jetzt, wie sich so ein Leben anfühlen könnte. Ich kenne dieses schöne Gefühl, dass alles stimmig ist und fließt, tatsächlich von früher und möchte das gerne öfter genießen.

Wait and see …

Aber außer, dass ich hier und da diese kleinen Aha-Momente in Bezug auf das Human Design hatte, pausierte die weitere Recherche zunächst, irgendwann, wenn es sich richtig anfühlt, wird es damit weitergehen.

Geduld, Geduld, Geduld …

Dann ging im September mein Reha-Antrag verloren. Und kurzzeitig auch meine Contenance … aber ich hatte glücklicherweise alle Unterlagen gescannt und habe den Antrag so ein zweites Mal gestellt. Damit man mir zwei Wochen später mitteilte, dass mein Versichertenkonto nicht in Niedersachsen, sondern in Berlin geführt wird. Ich hatte mich selbstverständlich vorher erkundigt, wo ich den Antrag hinschicken sollte.

Einmal mit Profis arbeiten …

Aber schlussendlich wurde der Antrag gefunden und hat seinen Weg an die richtige Stelle gefunden. Er wird nun bearbeitet und man bittet um Geduld. Na dann … ihr wisst ja, Geduld ist nicht so meine große Stärke.

Das liebe Geld …

Irgendwie beschleicht mich nach wie vor das Gefühl, dass es niemandem wichtig ist, dass ich wieder fit werde. Nur zahlen möchte keiner mehr, die Krankenkasse kein Krankengeld mehr, die Rentenversicherung keine Reha, der Arzt möchte keine Rezepte für Physiotherapie ausstellen, die Krankenkasse zahlt die Osteopathie nur teilweise, wenn überhaupt, weil dem Therapeuten evtl. irgendein Zertifikat fehlt. Zu guter Letzt hat sich nun auch noch die Arbeitsagentur dazugesellt, da mein derzeitiger Vertrag ja nur befristet bis zum Jahresende läuft. Nun ja …

… der ewige Kampf

Ständig muss ich kämpfen, das kostet Kraft, die ich viel besser anderweitig einsetzen könnte. Stattdessen verbringe ich Stunden in Warteschleifen oder mit der Recherche, was mir denn zustehen würde. Was passiert mit einem, wenn man diese Kraft nicht mehr hat?

Sport ist Mord …

Die wöchentliche Physiotherapie tut mir nach wie vor sehr gut und wurde in diesem Monat anstrengender, nicht mehr nur entspannt eine schöne Massage genießen. Zunächst konnte ich die Übungen nur im Sitzen, später auch schon im Stehen ausführen … letzteres ist aber nach wie vor schwierig mit dem Gleichgewicht und den auftretenden Schwindelgefühlen.

Ich schaff‘ das schon …

Seit der letzten Osteopathiebehandlung im August , die sich überwiegend dem unteren Rücken widmete, hat sich meine Schwindelsymptomatik Mitte September tatsächlich verbessert. Ich bin so dankbar und so glücklich … den Rest schaffe ich jetzt auch noch. Und ein weiterer Osteopathie-Besuch im September ist sicherlich eine gute Unterstützung.

Angst essen Seele auf …

Und natürlich spielt auch die Angst vor einem erneuten Schwindelanfall mittlerweile eine große Rolle. Das Vertrauen in den eigenen Körper ist mir über diesen langen Zeitraum von sechs Monaten verständlicherweise abhanden gekommen, weil mich mein Körper immer wieder „im Stich gelassen hat“ … nachdem ich ihn vorher lange genug im Stich gelassen habe … das ist mir mittlerweile sehr bewusst.

Online-Therapien …

Zunächst wurde mir von der Krankenkasse ein Online-Programm zum Thema „Raus aus dem Burn-Out“ spendiert. Das war ohne beratende Unterstützung leider nicht sehr effektiv. Eigentlich hat man in diesem Programm jede Woche „Anspruch“ auf einen Mailaustausch mit einem Coach … aber da ich den Kurs nicht selbst gezahlt habe, sondern meine Krankenkasse, stand mir dieser Kontakt nicht zu. Verstehen tue ich das nicht wirklich …

Und wenn diese Unterstützung nicht jedem zusteht, warum gibt es dann in diesem Programm keine eindeutigen Bearbeitungshinweise und verständliche Aufgaben. Stattdessen erhielt ich wöchentlich eine für mich wahllos zusammengestellte Mischung aus Bildern, Gedichten und Geschichten mit nur sehr rudimentären Anleitungen, was ich damit jetzt tun sollte. Aus diesem vierwöchigen Programm habe ich mit tatsächlich nur zwei Seiten ausgedruckt, die ich für mich passend und hilfreich (emp)fand.

Das Programm enthielt auch verständliche Anregungen, die sich aber in Corona-Zeiten nicht einfach umsetzen ließen … beispielsweise sollte man an einem VHS-Kurs teilnehmen, eine neue Sportart kennenlernen (Bogenschießen, Klettern oder Fechten standen zur Auswahl), Orte besuchen, die man in seiner Altersgruppe normalerweise nicht besucht, z. B. eine Schule oder ein Altersheim. Viele neue Leute sollte man kennen lernen und Vorstellungen im Kino und im Theater sowie Ausstellungen besuchen … vielleicht wäre es sinnvoll gewesen dieses Programm an die derzeitigen Umstände anzupassen?

Und der Krankenkasse ist meine Schwindelerkrankung ja bekannt … ich kann derzeit nicht irgendwo hingehen und Kurse belegen oder Veranstaltungen besuchen.

Abwarten und Kaffeetrinken …

Seit Anfang des Monats konnte ich nun endlich mit einer Video-Verhaltenstherapie starten. Leider wäre ein Verhaltenstherapie vor Ort, die ich bevorzugt hätte, mit Wartezeiten zwischen sechs und zwölf Monaten verbunden gewesen … für mich zu lang … ich möchte gerne ins „richtige“ Leben zurück.

Bisher ist „verhaltenstechnisch“ noch nicht viel passiert. Es wird alles nach und nach aufgearbeitet … Krankheit, Beziehungen, Arbeitsleben … und anschließend gibt es dann die eigentliche Verhaltenstherapie: Übungen, Verabredungen, Instrumente für Notfälle … ich bin gespannt und offen, hoffe und vertraue … und mache mich auf die Suche nach „Co-Therapeuten“, die mich auf meinem Weg begleiten, da der Videotherapeut eben nicht vor Ort mit mir üben kann.

Für mich ein sehr großer Nachteil und schwierig … weil ich schon so lange auf Unterstützung angewiesen bin und das meiner Familie und dem Freundeskreis eigentlich nicht mehr zumuten möchte, aber vor allem auch, weil ich in Extremsituationen gerne einen Experten an meiner Seite hätte. Schon deswegen hoffe ich weiter auf eine Reha …

Ich hab‘ die Haare schön …

Ende des Monats war ich bei meiner Friseurin … das erste Mal seit 8,5 Monaten. Den Pony hatte ich mir zwischendurch hin und wieder selber gekürzt. Durch meine Locken sieht man es glücklicherweise nicht, wenn es nicht so ganz gerade geschnitten ist. Rechtzeitig zur Feier eines 50. Geburtstags in der Nachbarschaft, den wir tatsächlich feiern durften, hatte ich die Haare wieder schön.

Ansonsten habe ich das schöne Septemberwetter genossen, im Garten gewerkelt mit vielen Pausen, weiterhin Yoga, Progressive Muskelentspannung und physiotherapeutische Übungen gemacht sowie mich in Meditationen versucht und meine ausgiebigen Mittagspausen genossen. Ich brauche nach wie vor viele Pausen und nehme mir diese auch.

So … lieber Oktober, ich wäre dann soweit.