#meinseptembermitmir … oder „Wenn es (wieder) nicht nach Plan läuft“

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Für den September hatte ich mir vorgenommen wieder mehr Bewegung in mein Leben zu integrieren. Dafür hatte ich einen Plan … der genau 15 Tage funktionierte. Dann streikte meine Gesundheit … und nun? Nun bin ich zwar wieder einigermaßen fit, aber für „mehr Bewegung“ reicht es noch nicht wieder.

Intuitive Bewegung sollte es sein, ich wollte herausfinden, welche Art von Bewegung mir gut tut und mir soviel Freude bereitet, dass ich diese gerne in meinen Tagesablauf integrieren möchte. Dafür hatte ich mein Anfang des Jahres gekauftes Rudergerät reaktiviert, damit abwechseln sollten sich Gymnastik-Einheiten. Das sollte wohl zu schaffen sein. War es für mich in diesem Monat nicht.

Wo lag der Fehler?

Es lag nicht an der gewählten Bewegung, die machte mir tatsächlich Spaß. Und auch der Umfang wäre machbar gewesen. Es ging ja nur um kleine tägliche Einheiten. Das Rudergerät wird also nicht wieder eingemottet, es darf allerdings noch ein bisschen Pause machen …

Der Startzeitpunkt war verdammt schlecht gewählt. Ich habe im September so viel gearbeitet wie schon lange nicht mehr. Anstatt wie geplant zunächst meine Buchhaltungsstunden zu reduzieren und dann die unterrichtende Tätigkeit auszubauen, habe ich quasi beides gleichzeitig getan und wollte dann auch noch mehr Bewegung in mein Leben integrieren, die zusätzlich Zeit beansprucht hat. Das funktioniert schon irgendwie, dachte ich … tat es nicht.

Es lag außerdem am schlechten Gewissen, denn ganz tief in mir drinnen steckt immer noch ein ganz großes Stück Diätmentalität und so hatte ich unterschwellig mich mehr bewegen wollen um vielleicht doch abzunehmen oder wenigstens eine Gewichtszunahme zu verhindern. Tja …

Wie geht es weiter?

Den Plan werde ich wegwerfen. Oder vielleicht doch als Mahnung am Moodboard hängen lassen?

Bewegung tut mir aber gut und deswegen verwerfe ich nur den Plan, nicht aber das Ziel. Und so werde ich es noch einmal mit „intuitiver Bewegung“ versuchen, für meine „intuitive Ernährung“ habe ich ja auch keinen Plan.

Intuitive Ernährung …

Wenn ich Hunger habe, esse ich etwas, auf das ich Appetit habe. Und ich habe tatsächlich nicht dauerhaft Appetit auf Schokolade, Chips und Co. sondern mittlerweile überwiegend auf durchaus „gesunde“ Lebensmittel in vernünftigen Mengen. Das war zu Beginn der Phase des „intuitiven Essens“ nicht immer so. Da war mein Schokoladen/Keks/Chips-Konsum durchaus höher. Aber seit ich weiß, dass ich mir jederzeit jedes Lebensmittel erlaube, haben sich sowohl die Menge als auch die Art der Lebensmittel hervorragend eingependelt.

… und intuitive Bewegung

Wenn ich also demnächst Lust auf Bewegung habe, dann werde ich mich bewegen und darauf vertrauen, dass mein Körper auch hier wissen wird, was ihm zu welchem Zeitpunkt in welchem Umfang gut tut.

An Tagen, an denen ich mit dem Hund laufe, den halben Garten umgrabe, Staub sauge und mehrere Maschinen Wäsche wasche, aufhänge, wegsortiere … an diesen Tagen hatte ich definitiv ausreichend Bewegung und werde mich nicht mehr auf mein Rudergerät setzen, nur weil es auf dem Plan steht.

An Tagen, an denen ich überwiegend am Schreibtisch sitze, fehlt mir Bewegung und wenn ich ganz tief in mich hineinhöre, sagt mir mein Körper auch genau das. An diesen Tagen werden Rudergerät, Gymnastik-Matte, Walkingstöcke oder vielleicht auch irgendwann einmal wieder der Badeanzug zum Einsatz kommen.

„Genussvolle Bewegung mit Freude ohne darüber nachzudenken, wie viele Kalorien ich dabei verbrenne“ wird mein langfristiges Ziel werden. „Bewegung mit Freude“ ist einer von vielen Aspekten des Konzeptes „Health at every size“ (HAES). HAES® bedeutet, dass man mit jedem Körpergewicht etwas für seine Gesundheit tun kann.

Health at every size

Dieses Konzept habe ich ihm Rahmen eines Audiokurses von Dr. Antonie Post bereits vor einiger Zeit kennengelernt.

Zu den Themen „Diätmentalität“, „intuitive Ernährung“, „Health at every size“ lest gerne auf der Website oder hört den Podcast von Dr. Antonie Post. Auch ihre Instagram-Seite ist sehr informativ und sorgt bei mir immer wieder für Aha-Momente.

Wenn Plan A nicht funktioniert, keine Sorge, das Alphabet hat 25 weitere Buchstaben.

Und nun?

Ich liebe Pläne und schreibe auch gerne welche. Ich stelle aber immer wieder fest, dass meine Pläne flexibel bleiben müssen, sonst führen diese zu Stress und dazu, dass ich sie nicht einhalten werde. Der „September-Plan“ ist ja nicht der erste Plan, den ich für gescheitert erkläre.

Leider neige ich dazu 120% meiner Zeit zu verplanen und keine Puffer für Unvorhergesehenes geschweige denn Pausen einzuplanen, erstaunlicherweise funktioniert das nicht. Im September habe ich nicht nur viel gearbeitet, sondern wir hatten auch noch einen Wasserschaden im Haus, die Masterarbeit der Tochter wollte korrigiert werden, ich wollte den Garten umgestalten, das Obergeschoss aufräumen, wöchentliche Blogpost veröffentlichen und und und …

Deshalb werde ich dazu übergehen, flexibler und nicht mein komplettes Zeitbudget zu (ver)planen. Wie das genau funktionieren kann, weiß ich noch nicht, ich werde es im Oktober herausfinden, denn #meinereisezumirgehtweiter

2 Kommentare

  1. Nicole

    Liebe Katrin,
    ja, manchmal funkt einem das Leben (aka Kinder oder so) in die wohlformulierten Pläne.
    Ich finde deinen Plan der Intuition ganz wunderbar, finde ich meine Einstellung doch darin wieder.
    Wir müssen uns manchmal wirklich vor Augen führen, warum wir etwas machen oder auch nicht machen (wollen). Oft werden wir Opfer der Gleichmacherei- jeder MUSS, keiner kann oder darf.
    Deshalb wünsche ich dir von Herzen, dass du deinen Weg findest, bei der Bewegung, beim Essen, beim Ausruhen.
    Und wenn du nur 80% verplanst, dann bleiben 20 für dich oder unvorhergesehenes. Ich bin mir ziemlich sicher, du bist gut so, wie du bist.
    Liebe Grüße
    Nicole

    • kh

      Liebe Nicole,
      danke Dir.

      Ich werde vermutlich nur 50 % der mir zur Verfügung stehenden Zeit (nach Abzug von Arbeit, Schlaf, Essen und allen „Pflichtveranstaltungen“) tatsächlich verplanen. Ich bin gespannt. Das wird zwar nicht mehr viel Zeit sein, aber ich bin dann wenigstens für alle Eventualitäten gewappnet. Und ich werde ja in den anderen 50 % der Zeit nicht Nichtstun, zumindest nicht an Tagen, an denen alles glatt läuft. Wie sich das dann genau regeln wird, mal schauen, das werde ich für mich versuchen im Oktober herauszufinden.
      Liebe Grüße,
      Katrin

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