#meinaugustmitmir

Um die #meinjunimitmir – Challenge für mich noch weiter zu führen (hier und hier und hier findest Du nähere Informationen über diese Challenge, in die jeder jederzeit noch einsteigen kann), habe ich mir „Monatsaufgaben“ sogenannte „30-Tage-Challenges“ für die nächsten Monate gesetzt. Die Challenge für den August war „Rein in den 6 Uhr Club“.

Und wie ging es mir damit? Ist das eine Challenge für mich, die ich nach dem Probetragen zurückgeben werde? Oder darf diese neue Gewohnheit dauerhaft bei mir einziehen? Werde ich evtl. sogar Mitglied des „Five-AM-Club“?

Wer bin ich? Und warum so früh?

Warum überhaupt so früh aufstehen?

Bereits im Januar diesen Jahres hatte ich ein Seminar zum Thema „Besser schlafen“ an der Volkshochschule besucht. Mit dem Ergebnis, dass es für mich vorteilhaft wäre, meinen Schlafrhytmus anzupassen. Abends früher ins Bett und dafür morgens früher raus, wäre mir zuträglicher. Und obwohl mir dieses eigentlich schon vor dem Besuch des Seminars klar war, habe ich es bisher nicht geschafft, dieses Vorhaben für mich umzusetzen.

Der natürliche Tag/Nacht-Rhytmus wird bestimmt durch das Schlafhormon Melatonin (Ausschüttung durch die Zirbeldrüse vermehrt in der Nacht, bei Dunkelheit) und das Stresshormon Cortisol. Bei Tagesanbruch sinkt der Melatoninspiegel und der Cortisolspiegel steigt.

Der Höhepunkt der natürlichen Cortisolproduktion wird etwa um 6.30 h morgens erreicht, je nachdem wie lange die Tage (jahreszeitlich bedingt) sind. Aus hormoneller Sicht ist dies der Zeitpunkt des Tages, an dem wir auf mentale Höchstleistungen eingestellt sind. Deshalb sollten wir früher aufstehen. Das Hoch hält bis ca. 10 h morgens an.

Hier kommt mein Selbstversuch:

The early bird …

An der Strichliste ist zu erkennen, dass ich es an einigen Tagen nicht geschafft habe, um 6.00 h aufzustehen. In der Regel fallen diese „Fehlversuche“ auf das Wochenende und auf die Tage Montag und Freitag. Da mein Mann ein ausgesprochener Langschläfer ist, stelle ich mir an diesen Tagen keinen Wecker. Wache ich von alleine früh auf, stehe ich auf. Schlafe ich an diesen Tagen länger, dann genieße ich diese Extraportion Schlaf.

Was bringt mit das „frühere“ Aufstehen?

There are only two days … that nothing can be done. One is called yesterday and the other is called tomorrow. Today is the right day to love, believe, do and mostly live.

Dalai lama
  • Ich liebe es, am Morgen aufzustehen und den neuen Tag ganz in Ruhe zu begrüßen. Mit einem Kaffee, mit mir ganz alleine, niemand spricht, niemand möchte etwas von mir. Es ist so friedlich. Ich genieße diese Ruhe. Ich liebe es in Ruhe zu frühstücken und dabei zu lesen, Pläne zu schmieden, inspirierende Podcasts zu hören oder einfach nur zu atmen. Es gibt Tage da sitze ich einfach nur da und das ist ganz in Ordnung.
Endlich gebrauche ich so nach und nach alle tollen Notizbücher …
  • Stehe ich rechtzeitig auf, ist das ein wunderbarer Start mit viel Zeit: statt mehrmals auf die „Snooze-Taste“ des Weckers zu drücken – ausgeschlafen war ich deswegen ja trotzdem nicht – habe ich jetzt Zeit und hetze nicht den ganzen Tag meinem Leben hinterher.
  • Die Morgende sind, zumindest für mich, die Zeit, in der ich am produktivsten bin. Ich erledige so viel mehr wenn ich früh morgens/vormittags arbeite.
  • Seit ich rechtzeitig aufstehe, fällt es mir wesentlich leichter pünktlich zu sein. Und ich selber hasse Unpünktlichkeit. Mir war es aber in letzter Zeit häufiger passiert, dass auch ich zu spät kam.

Dauernde Unpünktlichkeit ist nicht niedlich, nicht typisch und nicht okay. Es ist Diebstahl an meiner Zeit und somit respektlos.

Wie wurde ich zum Frühaufsteher?

Empfohlen wird sich langsam an den früheren Tagesbeginn zu gewöhnen. Zunächst 15 – 30 min. früher als gewöhnlich aufstehen und sich dann ein paar Tage daran zu gewöhnen. Und dann den Wecker wieder 15 – 30 min. früher zu stellen … solange bis die gewünschte Aufstehzeit erreicht ist.

Ich sage nie mehr vielleicht
Ich schrei‘ hinaus was ich fühl’Und setze alles auf’s Spiel
Ich will mehr
Ich will mehr
Ich will alles

Gitte Haenning

Nun ja, das ist nichts für mich. Ich möchte immer am liebsten alles gleich und sofort. Und habe mir deshalb den Wecker einfach auf 5.55 h gestellt. Allerdings liegt diese Uhrzeit auch nur 30 – 60 Minuten von meiner gewohnten Aufstehzeit entfernt. Meinen Wecker habe ich soweit entfernt vom Bett aufgestellt, dass ich aufstehen musste um diesen auszuschalten. Das mache ich mittlerweile nicht mehr.

Wirklich hilfreich war es für mich einen guten Grund zu haben, weshalb ich aufstehen möchte. Was möchte ich morgens erledigen? Ich wollte mich im August mit meinem persönlichen ikigai beschäftigen. Dafür habe ich die „gewonnene Stunde“ genutzt und das half mir das Weckerklingeln nicht als Bestrafung, sondern als Belohnung zu empfinden.

Viel wichtiger und schwieriger war das frühere Ins-Bett-Gehen für mich. Denn nach und nach wurden meine Schwierigkeiten des Frühaufstehens deutlich. Es gestaltet sich als größte Herausforderung für mich genug Schlaf zu bekommen, schon allein deshalb weil Schlafmangel sich häufig unmittelbar als Migräneanfall auswirkt. Dass der Wecker so früh klingelt ist dabei das kleinere Problem. Wirklich schwer war es für mich, abends den Weg rechtzeitig ins Bett zu finden. Genügend Schlaf ist jedoch zwingend notwendig für mich, um am Tag voll leistungsfähig zu sein.

Diese Gewohnheit möchte ich gerne beibehalten.

Das frühe Aufstehen tat mir gut. Und außerdem liebe ich Sonnenaufgänge und freue mich auf die Zeit, wenn die Sonne später aufgeht und ich dieses miterleben kann. Schon deswegen werde ich diese Gewohnheit weiter beibehalten.

Mitglied im „Fünf-Uhr-Club“ werde ich nicht werden. Auch wenn andere kluge Menschen meinen herausgefunden zu haben, dass fünf Uhr die richtige Zeit ist. Für mich bleibt es bei ca. sechs Uhr morgens, aber ich bleibe entspannt. Alles kann, nichts muss. Es wird weiterhin Tage geben, an denen ich mir keinen Wecker stelle, sollte ich früh aufwachen, werde ich aufstehen, sollte ich länger schlafen, werde ich das genießen. In der Regel wache ich ohne Wecker zurzeit zwischen 5.30 und 6.30 h von allein auf und im Gegensatz zu früher, stehe ich dann einfach auf und beginne meinen Tag.

Und wie geht es im September weiter?

Für den nächsten Monat habe ich mir vorgenommen, wieder regelmäßige Bewegung in mein Leben einzubauen. Ich möchte herausfinden, welche Bewegung mir gut tut und mir Freude bereitet. Nicht, was andere meinen, wie ich mich bewegen müsste, damit es mir besser geht/ich schlanker/gesünder werde. Nachdem ich zu Beginn der Corona-Krise anfing, „intuitiv“ zu essen, damals wusste ich allerdings noch nicht, dass es so heißt, möchte ich mich jetzt zusätzlich „intuitiv“ bewegen.

Sowohl die intuitive Ernährung als auch die Bewegung gehört zum Konzept „Health at every size“, über meine Einschätzung zu diesem Konzept werde ich noch berichten, wer jetzt schon wissen möchte, was das ist, schaut gerne hier.

Ich bewundere allerdings Menschen die gleich frühmorgens schon Sport treiben. Womöglich noch vor dem Frühstück … das ist nicht meins. Ich werde also die Tageszeiten für intuitive Bewegung herausfinden, die für mich passend sind, denn #meinereisezumirgehtweiter

2 Kommentare

  1. Nicole

    Liebe Katrin,
    6 Uhr wäre auch meine persönliche Grenze. Ich genieße es im Moment, dass es sich bei 6.30 Uhr einzupendeln scheint. Ich habe aber allerdings auch morgens Zeit.
    Es ist doch toll, wie du zu deinen neuen Gewohnheiten findest. Das mit der Bewegung finde ich eine schöne Idee, genau, wie ich ja schon einmal sagte, die Sache mit dem intuitive Essen.
    Ich drücke dir die Daumen, dass du zu deinem ganz persönlichen Ideal findest. Egal, was das sein wird.
    Liebe Grüße
    Nicole

    • kh

      Liebe Nicole,

      Ich danke Dir für Deine Kommentare.

      Wichtig ist ja, dass die „Aufstehzeit“ zum eigenen Leben passt. Ich wache mittlerweile von allein zwischen 5.30 und 6.30 auf. Ich stelle mir aber immer einen „Notwecker“, falls ich etwas vorhabe. Und drehe mich dann auch um 5.30 h nicht noch einmal um, sondern stehe auf. Und komme damit gut zurecht, solange ich abends den Weg rechtzeitig ins Bett finde. Ich bin gespannt, wie das mit den neuen Gewohnheiten so weiter läuft und was am Ende dann wirklich übrig bleibt.

      Liebe Grüße
      Katrin.

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