Am Anfang eines neuen Jahres standen oft gute Vorsätze, was ich alles anders, besser und wovon ich mehr oder weniger machen möchte. Eine Angewohnheit, die ich lange praktiziert habe, die für mich aber nie nachhaltig funktioniert hat. Die meisten guten Vorsätze hatte ich spätestens Ende Januar über Bord geworfen.

Deshalb gehe ich jetzt bereits seit mehreren Jahren mit einem Motto ins neue Jahr.

2020 … less is more

2021 … #vielleichter2021

2022 … Einfach Ich Sein

Warum gute Vorsätze für mich nicht funktionieren?

Für mich beinhalten neue Vorsätze immer auch den rückwärts gerichteten Blick auf das, was ich getan und erlebt habe und was oft „nicht gut genug“ war und deswegen „verbesserungswürdig“ ist.

Diesen negativen Rückblick möchte ich so für mich nicht mehr. Denn: Ich habe zu jedem Zeitpunkt mein Bestes gegeben.

Ich würde es rückwirkend betrachtet vielleicht anders machen, aber zum jeweiligen Zeitpunkt habe ich das Beste aus der damaligen Situation gemacht, die bestmögliche Entscheidung getroffen unter Berücksichtigung der Informationen und Erfahrungen, die mir zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung standen. Jeder Moment des zurückliegenden Jahres war so, wie er eben war oder wie ich mich in jenem Moment entschieden habe.

Die Zeit „zwischen den Jahren“

Für mich beginnt der Jahreswechsel immer schon, wenn die weihnachtlichen Feierlichkeiten vorüber sind. Ich mag diese Zeit „zwischen den Jahren“ … die ich in diesem Jahr bis zum Ende der Rauhnächte ausdehnen werde, in der ich bewusst in die Zukunft blicke. In eine Zukunft so wie ich sie für mich erleben will.

Du bist die Gestalterin Deines Lebens

… not the victim – Nora Ephron

Ich möchte meine Zukunft mitgestalten, nicht einfach nur geschehen lassen, sondern mit all den mir zur Verfügung stehenden Kräften in meinem Sinne gestalten. Das fiel mir im letzten Jahr aufgrund meiner mangelnden Balance sehr schwer. Deswegen mag ich es, ein zukunftsweisendes Jahresmotto für mich zu haben, das mir während des kommenden Jahres als Kompass dient, an dem ich meine Einstellung, meine Entscheidungen, mein Leben messen kann. Lange Zeit dachte ich, dass ich einfach das letztjährige Jahresmotto in 2022 mitnehme, denn leicht war das letzte Jahr für mich so gar nicht. Diesbezüglich gibt es noch reichlich Nachholbedarf.

Mitte Dezember fand mich dann doch ein neues Motto, welches durchaus auch das „Leichtsein“ beinhaltet:

Einfach Ich Sein.

EINFACH

Alle Dinge, Themen, Aufgaben, Herausforderungen, für die ich mich entscheide oder die in mein Leben kommen, dürfen einfach sein. Einfach im Sinne von „leicht sein“. Da habe ich vom vergangenen Jahr noch großen Nachholbedarf. Kein Zerdenken, kein (Ver-)zweifeln … sondern einfach machen.

ICH

2022 werde ich mehr als bisher darauf achten, mein Leben so zu leben, auszufüllen, zu gestalten, dass ich mich damit gut fühle. Ich werde mich zum ersten Mal in meinem Leben an die erste Stelle stellen, mich zu aller erst um mich kümmern. Denn wenn es mir nicht gut geht, dann kann ich mich auch nicht gut um (alles) andere kümmern.

Im letzten Jahr durfte ich aus balancetechnischen Gründen feststellen, dass die Welt, als bei mir gar nichts mehr ging, nicht untergegangen ist. Es ist also immer genügend Zeit vorhanden, mich rechtzeitig um mich selber zu kümmern. Immer …

You always have to remember to take care of you first and foremost, because when you stop taking care of yourself, you get out of balance and you really forget how to take care of others.”

jada pinkett

In diesem Zusammenhang möchte ich herausfinden, warum ich mich so häufig selber boykottiere und dieses Verhalten ändern.

SEIN

Ich möchte mir immer wieder anschauen, wie ich im Moment bin und ob ich mich damit gut fühle, ob ich mich gerade verstelle und dann schauen, ob ich etwas verändern möchte, was ich verändern möchte, damit ich wieder ich sein kann. Ich möchte entspannt sein in meinem „Sein“. Auf diese Momente, in denen mir letzteres gelingt, freue ich mich besonders.

Be yourself …. everyone else is already taken.

oscar wilde

Was hilft mir, mein Motto zu verinnerlichen?

Mein Jahresmotto 2022 kommt gut sichtbar an mein Moodboard in meinem Arbeitszimmer. Ich schreibe es auf kleine Zettelchen, die mich begleiten, die ich an bestimmten Stellen deponiere (in meinem Portemonnaie, in meinem Auto, in meinem Rucksack, auf meinem Kalender). Zu Beginn, wenn ich viele „Erinnerungen“ benötige, weil es sich noch schwer anfühlt, nutze ich dafür auch gerne diese kleinen Klebezettelchen, die dann diverse Wände, Türen, Spiegel etc. zieren.

Ich werde mein Motto für 2022 für mich sichtbar machen, damit es mich dabei unterstützt, einfach ich selbst zu sein.

… und nun ..

#allesaufanfang

2022 .. ich bin bereit.