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Heute geht es im #vielleichter2021 ABC um das Thema „M … wie Mut“. Davon benötige ich derzeit eine ganze Menge, um mein Leben einigermaßen selbstbestimmt weiterleben zu können.

Am Anfang braucht man oft Mut, um am Ende glücklich zu sein.

Ein anderes Wort für Mut ist Courage, das sich von „Cor“, dem lateinischen Wort für Herz ableitet. Mut bedeutet also ursprünglich, aus vollem und tiefem Herzen leben.

Ein Leben wird nicht dadurch ein Leben aus vollem und tiefem Herzen, weil ich mich einmal an einer Weggabelung entschieden habe, mutig zu sein. Mut trägt mich durch den Alltag, denn auch in vielen alltäglichen Gegebenheiten benötige ich Mut. Oft sind es äußere Gegebenheiten, manchmal ist es aber auch der eigene Körper, der die Grenzen aufzeigt. So richtig bewusst wurde mir dies allerdings erst in den letzten Monaten. In denen durch meine mangelnde Balance selbst die alltäglichen Kleinigkeiten schwierig wurden und ich täglich mutig sein muss.

Mutig sein bedeutet: Ich stelle mich den Aufgaben meines Lebens, jeden Morgen neu.

Ich bin jeden Tag aufs Neue mit Momenten konfrontiert, in denen ich mutig sein kann. Mache ich das, werde ich nicht permanent glücklich sein, aber ich werde aus vollem und tiefem Herzen leben und für mich einstehen.

Warum ist es so schwer, mutig zu sein?

Es gibt einige Stolpersteine, die mutige Entscheidungen blockieren:

  • Sicherheitsstreben
  • Anpassung
  • Scham und
  • die Annahme, Verletzlichkeit = Schwäche.

Warum blockiert Sicherheitsstreben meinen Mut?

Selbst in Momenten des puren Glücks, habe ich manchmal Angst.

Kennt ihr dieses Gefühl, dem eigenen Glück nicht trauen zu können? Hallo Kopfkino …

Deshalb fällt es mir schwer, mich mutig, aus vollem Herzen für mich zu entscheiden und gehe stattdessen lieber auf Nummer sicher.

Aber: wer sich nicht traut, seine Sicherheit hin und wieder zu verlassen, erlebt nichts mehr, bleibt im Alltagstrott gefangen, ist für Veränderungen nicht mehr offen. Diese Angst verhindert ein Leben mit mutigen Entscheidungen.

Warum blockiert Anpassung meinen Mut?

Für mich ist es von zentraler Bedeutung dazuzugehören, normal zu sein, bloß nicht aufzufallen, Teil eines Teams zu werden, das gibt mir Sicherheit … ich passe mich an und wenn ich nicht aufpasse, bin ich schlussendlich so angepasst, dass ich mich selbst nicht mehr erkenne.

So angepasst, bin ich kein Gegenüber mehr, sondern ein Spiegelbild und verliere nicht nur mich selbst, sondern ich bin auch keine Inspiration für meine Mitmenschen mehr.

Warum blockiert Scham meinen Mut?

Warum sollte ich mich freiwillig in Situationen begeben, die mich eventuell beschämen könnten?

Die Scham ist dieses Gefühl, das mir sagt: So wie ich bin, bin ich nicht okay. Sie hat viele Gesichter. Sie kann einerseits dazu führen, dass ich mich klein und minderwertig fühle und mich zurückziehe. Andererseits sind auch aggressive Reaktionen bzw. übertriebenes Selbstbewusstsein Merkmal dieses Gefühls.

Zusammenfassend lässt sich feststellen: meine Scham hält mich davon ab, mich voll und ganz auf das Leben einzulassen und mutige Entscheidungen zu treffen, denn es könnte ja sein, dass ich mich blamiere.

„What if I fail?“ … „Oh, but … what if you fly?“

Erin hanson

Warum blockiert die Annahme, Verletzlichkeit sei Schwäche, meinen Mut?

Aufgrund der Annahme, dass schwache Menschen verletzlich und mutige Menschen unverwundbar sind, versuche ich mich unangreifbar zu machen. Ich möchte perfekt sein, und deshalb treffe ich sichere und keine mutigen Entscheidungen.

Sei lieber mutig als perfekt …

Was nützt es mir, etwas gut zu können, wenn niemand merkt, was ich kann? Oder wenn ich, viel zu lange an etwas arbeite, bis es perfekt ist, und mich jemand anderes überholt, der einfach den Mut hatte, etwas noch nicht „Ganz-Perfektes“ zu präsentieren.

Es geht dabei nicht um Wagemut oder Übermut. Ich muss mit meiner Höhenangst nie Fallschirmspringen oder Gleitschirmfliegen oder Bergsteigen, um mutig zu sein. In diesen Fällen ist es oft viel mutiger, Nein zu sagen, und somit zu sich selber zu stehen.

Etwas Angst ist gut …

Ich bin ein eher vorsichtiger Mensch, aber das heißt nicht, dass ich nicht zugleich auch mutig sein kann. Es ist also okay, Angst zu haben. Angst kann überlebenswichtig sein. Wichtig ist es, mich meiner Angst zu stellen und sie gegebenenfalls zu überwinden, wenn das mir entspricht, damit ich mein Leben aus tiefen und vollem Herzen führen und genießen kann.

Eines Tages klopfte die Angst an die Tür.

Der Mut stand auf und öffnete.

Aber da war niemand draußen.

Johann wolfgang von goethe