Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen von mir recherchiert und verfasst worden. Er ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Und wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel!

Sie haben sich selbstständig gemacht, ein Gewerbe angemeldet, den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ an das Finanzamt geschickt und warten nun darauf, dass Ihnen eine Steuernummer zugeteilt wird, denn ohne diese Steuernummer können Sie keine korrekte Rechnung ausstellen.

Die mögliche Lösung: Die Kleinbetragsrechnung

Sogenannte Kleinbetragsrechnungen müssen geringere Anforderungen erfüllen, damit der Vorsteuerabzug gesichert ist.  Bei Kleinbetragsrechnungen, deren Bruttobetrag maximal 250,00 € (seit 01.01.2017, bis 31.12.2016 lag die Grenze bei maximal 150,00 €) beträgt, sind gemäß § 33 UStDV nachfolgende Angaben ausreichend:

  • vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Ausstellungsdatum
  • Menge und Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände bzw. Umfang und Art der sonstigen Leistung
  • Entgelt und Steuerbetrag in einer Summe
  • anzuwendender Steuersatz oder Hinweis auf eine evtl. Steuerbefreiung

Werden in einer Rechnung verschiedene Steuersätzen abgerechnet, müssen die Summen für die jeweiligen Steuersätze einzeln angegeben werden.

Aber Vorsicht … weniger ist mehr!

Enthalten Kleinbetragsrechnungen über die o. g. Mindestangaben hinaus freiwillig weitere Angaben und diese Angaben sind nicht vollständig richtig, dann ist der Vorsteuerabzug gefährdet.

Achtung: die Erleichterungen für Kleinbetragsrechnungen gelten nicht