J … wie jetzt

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Ich habe in den letzten Wochen ein wenig gehadert, ob dieser mir selbst gestellten Aufgabe, in diesem #vielleichter2021 Jahr ein ABC der Dinge aufzuschreiben, die mir mein Leben leichter machen. Wie blöd von mir, mich selber so unter Druck zu setzen, denn …

es darf leicht sein!

Um es leichter werden zu lassen, hatte ich deshalb beschlossen, ich könnte auch aufhören, oder das ABC erst nächstes Jahr zu Ende schreiben, oder nicht alle Buchstaben mit Themen zu befüllen …

Nur wer loslässt, hat beide Hände frei.

… und so hatte ich plötzlich Zeit, saß ich einfach nur da und genoss meinen heißen Tee, hörte Radio und so schrieb sich zumindest dieser Artikel ganz von alleine:

Irgendwann ist jetzt (Max Giesinger)

Irgendwann ist jetzt …

Irgendwann schmeiß ich mein Handy ins Meer
Und irgendwann renn ich nicht allem hinterher
Und wenn ich kann, zieh ich wieder raus aufs Land
Ich red davon schon so lang

Irgendwann hör ich nur noch auf mich selbst
Auch wenn das dann nicht mehr jedem gefällt
In ein paar Jahren pack ich alles anders an
Ich red davon schon so lang
Und sag immer nur irgendwann

Ich will nicht länger warten, bis was passiert
Hab 120 Fragen, bin scheißverwirrt
Doch ich fang endlich an zu glauben
Dass alles was ich brauche
Schon immer in mir steckt

Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt

Irgendwann will ich ’ne Zeit für mich nehmen
Und irgendwann auch meine Eltern öfter sehen
Doch jedes Mal kommt dann immer was dazwischen
Ich sag mir dann nächstes Jahr
Bis dahin bleibt’s, wie es war

Ich will nicht länger warten, bis was passiert
Hab 120 Fragen, bin scheißverwirrt
Doch ich fang endlich an zu glauben
Dass alles was ich brauche
Schon immer in mir steckt

Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt

Irgendwann werd ich lernen, zu vertrauen
Und irgendwann hab ich diese eine Frau an meiner Hand
Und ich lass sie nie mehr gehen
Ich kann’s schon vor mir sehen

Ich will nicht länger warten, bis was passiert
Hab 120 Fragen, bin scheißverwirrt
Doch ich fang endlich an zu glauben
Dass alles was ich brauche
Schon immer in mir steckt

Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt
Irgendwann ist jetzt

Das Gedankenkarussell dreht und dreht und dreht sich …

Meine Gedanken wandern viel zu oft in die Zukunft, was wird werden? Oder in die Vergangenheit, was wäre gewesen, wenn? So viele Dinge drängen sich ständig in mein Bewusstsein und verleiten mich zum Dauergrübeln: Pläne, Vergangenes, vertane Chancen, unklare Zukunftsperspektiven …

Ich zweifle an mir selbst. Was möchte ich? Wo liegen meine Prioritäten wirklich? Was will ich im Leben erreichen? Was ist noch möglich?

Mir fehlen meine langen Spaziergänge oder Radtouren so sehr. Die in der Natur verbrachte Zeit hilft mir beim Abschalten und beim Entwickeln neuer Strategien und Ideen.

Der Weg ist das Ziel …

Im Hier und Jetzt leben. Das hört sich immer so einfach an, aber es auch tatsächlich umzusetzen fällt mir nach wie vor sehr schwer.

Vergangenheit …

Denn natürlich möchte ich aus „Fehlern“ der Vergangenheit lernen und diese nicht wiederholen. Aber auch Entscheidungen, die in der Vergangenheit gut funktioniert haben, so gut es geht in mein Leben integrieren.

und Zukunft …

Und selbstverständlich möchte ich meine Zukunftsplanung selber in der Hand behalten und dafür müssen die richtigen Weichen eben auch schon im Jetzt gestellt werden.

Im „Hier und Jetzt “ zu leben, bedeutet also weder die Vergangenheit zu verdrängen noch die Zukunft nicht im Blick zu behalten, sondern nur die Vergangenheit und die Zukunft nicht ernster zu nehmen als den jetzigen Moment.

Wenn ich merke, dass sich mein Gedankenkarussel beständig dreht, helfen mir die nachfolgenden Fragen:

  • Wo bin ich gerade?
  • Wie fühle ich mich?
  • Was passiert um mich herum?
  • Was ist jetzt wichtig?

Das Gefühl, im Hier und Jetzt zu leben und den jeweiligen Tag bewusst gelebt und genossen zu haben, erfahre ich im Besonderen mit der bewussten Wahrnehmung der kleinen Dinge, die meinen Tag doch so viel wertvoller gemacht haben:

Enjoy the little things.

  • jemandem Danke sagen
  • ein Lächeln verschenken
  • etwas erledigen, was sich immer wieder ins Bewusstsein schleicht, weil ich es schon viel zu lange aufgeschoben habe
  • mich bei jemanden entschuldigen
  • mir einen Wildblumenstrauß pflücken
  • alte Freunde anrufen und die Freundschaft aufleben lassen
  • das gute Geschirr nutzen, mir zum Kaffee Milch aufschäumen
  • mir selber einen Blumenstrauß kaufen
  • mein Lieblingskleid(ungsstück) anziehen
  • meine Liebsten umarmen
  • Postkartengrüße verschicken
  • mein Lieblingsessen zubereiten
  • ein Spaziergang
  • eine Radtour
  • kreativ werden
  • Zeit zum Lesen
  • mich bewegen
Kaffee an Wildblumenstrauß …

Nicht bis morgen warten, sondern genau heute, genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Auch für mich … auch wenn es sich für mich gerade jetzt nicht so anfühlt.

Hier und Jetzt ist der beste Moment meines Lebens!

„What day is it?“, asked Winnie the Pooh

„It’s today,“ squeaked Piglet

„My favourite day,“ said Pooh

a. a. Milne

2 Kommentare

  1. Nicole

    Liebe Katrin,

    manchmal sehe ich meine Gedanken bei dir verschriftlicht. Was das Vergangene betrifft: Es hilft, dein L zu nehmen: Aufschreiben, loslassen, verbrennen oder weglegen. Du änderst es nicht mehr, aber du machst es auch so nicht mehr. Ich habe da einen sehr klugen Spruch gelesen: Mit dem Wissen von heute würde ich einige Fehler nicht mehr machen, dafür andere..
    Und ist es nicht so?
    Was die Zukunft betrifft: Du hast, auch wenn du es im Moment durch deine Einschränkungen vielleicht nicht siehst, schon ganz viel in Richtung Zukunft geschafft. Der Rest kommt auch. Hör auf Intuition und Herz und schau, was sich umsetzen lässt.
    Ich bin sicher, es wird.
    Liebe Grüße
    Nicole

    • kh

      Liebe Nicole,

      wie schön, dass Du Dich manchmal bei mir wiederfinden kannst. Aufschreiben, Loslassen, Verbrennen … letzteres mache ich tatsächlich heute Abend. Es geht dabei um Vergebung. Denn bald kommt Besuch, der mich immer sehr belastet, weil ich eben bisher nicht vergeben habe, diesem Besuch aber auch nicht aus dem Weg gehen kann. Ich hoffe, anschließend wird es leichter.
      Du hast recht, die Weichen sind bereits gestellt … ich bin freudig gespannt, wann mein Schwindel mich dann wieder loslaufen lässt und bis dahin … Geduld, Geduld, Geduld.

      Liebe Grüße
      Katrin

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