I … wie Intuition

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The only real valuable thing is INTUITION.

Albert Einstein

Laut Duden ist die Intuition ein “unmittelbares, nicht diskursives, nicht auf Reflexion beruhendes Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts oder eines komplizierten Vorgangs” oder eine “Eingebung, [plötzliches] ahnendes Erfassen.”

Intuitive Ernährung*

Seit gut 1,5 Jahren verlasse ich mich auf meine Intuition, diese kleine unbeirrbare Eingebung tief in mir, was meine Ernährung und meine Bewegung betrifft.

Im Februar 2020, hatte meine Freundin die nächste Diät – nein: heute heißt das ja Lifestyle-Änderung oder so – und die nächste Sportart, die aber ganz bestimmt dazu führen wird, dass wir jung, beweglich und schlank werden, entdeckt.

… und ich beschloss, da einfach nicht mehr mitzumachen. Tief in mir war da eine kleine Stimme, die mir sagte, dass das nicht mein Weg sein wird.

… und seither probiere ich mich im “intuitiven Essen und Bewegen”

… schlanker, jünger und beweglicher hat mich beides auch nicht gemacht, jedoch hatten alle anderen Diäten, neumodischen Sportarten, Lifestyle-Changes der letzten Jahre auch nicht dazu geführt.

Aber: ich bin seitdem zufriedener, habe Spaß am Kochen und Essen, an Bewegung und an meinem Leben. Salate, Obst und Joghurt esse ich wieder gern, weil die mir schmecken, nicht wei sie gesund, schlank und schön machen.

Hin und wieder habe ich noch einmal einen kleinen Rückfall im Bereich der Bewegung im September 2020

… und zum Geburtstag diesen Jahres habe ich mich tatsächlich zu einem Hula-Hoop-Reifen überreden lassen … (ich konnte das schon als Kind nicht und auch heute kreiselt dieser Reifen nicht).

Diesen Reifen habe ich mittlerweile ins Obergeschoss verbannt. Dort fristet er gemeinsam mit dem Rudergerät, Hanteln, einem Flexstab und diversen Fitnessprogrammen auf DVD ein ruhiges Leben.

Nur die Yoga-Matte habe ich tatsächlich wieder täglich in Gebrauch.

*ausführlichere Informationen zum Thema intuitive Ernährung findet sich z. B. hier bei Dr. Antonie Post.
Lieblingsfrühstück … intuitiv und gesund!

Human Design

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Human Design … und auch in diesem System spielt die Intuition eine Rolle. Im Milzzentrum sitzt neben dem Überlebenswillen und dem Instinkt auch die Intuition. Mein Milzzentrum ist im Human Design Chart definiert, d. h. seine Kraft, und damit eben auch meine Intuition, steht mir dauerhaft zur Verfügung.

Und doch soll ich laut dem Human Design meine Entscheidungen nicht mit meiner Intuition und auch nicht mit meinem Bauchgefühl, sondern mit meinen Emotionen treffen. Ich hadere ein wenig mit meiner emotionalen Autorität. Ich soll abwarten, um Bedenkzeit bitten, meine emotionalen Hochs und Tiefs abwarten und erst dann eine Entscheidung treffen.

Die emotionale Autorität benötigt also Zeit …

There is no truth in the now.

HUMan design system

Aber nicht bei jeder Entscheidung, die ich treffen muss, kann ich mir ausreichend Zeit nehmen. Es gibt Entscheidungen, die müssen sofort getroffen werden.

Mein „Bauchgefühl“ signalisiert mir oft sehr eindeutig, ob mich etwas interessiert oder nicht. Ob ich etwas machen möchte oder nicht. Leider höre ich noch nicht häufig genug darauf, sondern schalte meist meinen Verstand ein. Dann ist meine Entscheidung zwar logisch, hört sich also gut an, aber fühlt sich eben oft nicht gut an.

Die Intuition (das Milz-Zentrum) meldet sich nur ganz kurz und leise und normalerweise noch bevor das Bauchgefühl „anspringt“. Es ist eine körpereigene Intelligenz, die mein “Überleben” sichert. Ich kenne diese spontanen inneren Warnsignale. Und wenn diese das Überleben sichern, sollte ich dann vielleicht nicht immer meine emotionalen Wellen abwarten, sondern sofort handeln?

Noch ist die Entscheidung nicht klar zu sehen …

Emotionen, Bauchgefühl, Intuition

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mich weiterhin auf einen Mix meiner Entscheidungskompetenzen verlassen werde, inkl. kleiner, feiner Korrekturen:

  • ich werde weniger Pro-/Contra-Listen schreiben, die führen zwar oft zu logischen Entscheidungen, die sich zwar gut anhören, ABER häufig nicht gut anfühlen.
  • sollte meine Intuition sich melden und mich warnen, werde ich auf diese hören und (weg)rennen.
  • bei kleinen Alltagsentscheidungen werde ich meinen Bauch befragen, denn:

Mein Bauchgefühl ist ein verdammt kluger Kopf.

  • bei langfristigen Entscheidungen nehme ich mir vor, um Bedenkzeit zu bitten, emotionale Wellen abzuwarten und mich zu fragen: „Wie fühle ich mich, wenn ich dieses oder jenes mache bzw. nicht mache?“ “Wie fühlt es sich an, wenn dieses oder jenes (nicht) passiert?”
Buddhistische Weisheit …

Ich werde zusätzlich zu meiner Intuition und meinem Bauchgefühl, meine Emotionen in die Entscheidungsfindung einbeziehen, mir insbesondere bei Entscheidungen, die “große Veränderungen” nach sich ziehen, Zeit lassen und schauen, wie sich die Auswirkungen auf mein Leben anfühlen werden.

2 Kommentare

  1. Nicole

    Liebe Katrin,
    oft ist es ja so, dass erst mit dem Denken das Zaudern oder Abwägen in Fahrt kommt. Ich bin auch nicht sehr entscheidungsfreudig, auch wenn ich weiß, was und wie es gut wäre.
    Aber eines weiß ich: Mein Bauch hat zu 95% Recht. Wir verlernen Intuition, weil wir zu viele Einflüsse haben. Zumindest ist das meine Meinung. Früher stand der Säbelzahntiger vor dir und du wusstest, was zu tun ist. Heute wägen wir ab und zaudern. Ist ein bisschen überspitzt, aber sicher wahr.
    Ich finde gut, wie du es handhabst und du bist (solange ich dir folge), ziemlich gut und weit gefahren.

    Liebe Grüße
    Nicole

    • kh

      Liebe Nicole,

      das stimmt, wir haben es verlernt auf uns selber zu hören, egal, ob es nun die Intuition, das Bauchgefühl, das Herz oder die eigenen Emotionen sind. Stattdessen schreiben wir Pro-und Contra-Listen und wägen ab und entscheiden dann logisch, auch wenn es sich nicht gut anfühlt. Ich bin gespannt, ob ich weniger Listen schreiben werde und stattdessen mehr “Gefühl” zu lassen kann.

      Liebe Grüße
      Katrin

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