F … wie Fasten(zeit)

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A, B, C …

Vielleicht sollte ich das mit dem ABC noch einmal üben … bei mir heißt es “A, Z, B” … und jetzt kommt eben F, weil’s besser passt, und somit der nächste Beitrag zu meinem #vielleichter2021 ABC:

Für viele gehört das tägliche Ärgern zum Alltag … der alltägliche Ärger über doofe Mitmenschen, umständliche Prozesse oder oder oder … Ich möchte dieses Jahr bewusst darauf verzichten und werde mindestens bis Ostern “Ärger fasten”. Hoffentlich noch länger …

In der Regel versuchen wir uns während der Fastenzeit schlechte Gewohnheiten wie zu viel Alkohol, Fleisch oder Zucker abzugewöhnen. Vorrangig geht es dabei um Gesundheit für unseren Körper. Ich möchte mich dieses Jahr um Gesundheit für meinen Kopf bzw. meine Seele kümmern.

Ich werde mich also nicht ärgern.

Das soll nicht heißen, dass ich jetzt alles einfach hinnehme, aber …

Give me coffee to change the things I can …

and wine to accept those I cannot.

Entweder …

habe ich die Möglichkeit die Umstände, die den Ärger auslösen, selbst positiv zu beeinflussen, dann werde ich das aktiv tun und “kämpfen” anstatt mich zu ärgern.

May your coffee be strong …

Oder …

ich habe die Möglichkeit eben nicht. Und nur um diese Art von Ärgernis geht es mir beim Ärgerfasten. Ich werde das zugrundeliegende Problem trotzdem ansprechen, aber Dinge, die ich nicht ändern kann, nehme ich wie sie eben sind, lasse aber andere mit den Konsequenzen leben.

Im Weinkeller des Weinguts von Nell in Trier an der Mosel …

So habe ich beispielsweise noch keinen Schlüssel für mein Büro. Ich kann also nur arbeiten, wenn meine Kollegin bereits im Büro ist bzw. mir irgendjemand anders aufschließt. Das hat mich eine ganze Zeit lang geärgert … ich stand oft noch 5 – 10 Minuten vor verschlossener Tür … besonders toll, wenn es kalt ist und regnet …

Ich kann die Tatsache, dass ich keinen Büroschlüssel habe, aber nicht ändern. Dieser für mich ärgerliche Umstand ändert sich nicht dadurch, dass ich mich ärgere.

Mein Problem mit der Situation habe ich angesprochen und vielleicht werde ich irgendwann einen Schlüssel bekommen, vielleicht auch nicht. Da ich selber keinen Schlüssel zaubern kann, nehme ich diesen Umstand jetzt so hin und ziehe meine Konsequenzen.

Ich nehme jetzt eine Straßenbahn später und komme damit zu spät. Aber ich werde nicht mehr nass und kann die zehn Minuten für mich Zuhause besser nutzen, als vor verschlossener Tür zu stehen.

Die Umstände haben die Macht, die ich ihnen gebe …

Wie ich mich fühle wird zu einem großen Teil bestimmt durch a. meine Veranlagung und b. meine Lebensumstände, beides kann ich (zumindest kurzfristig) nicht ändern. Aber c. nämlich meinen Umgang mit eben diesen feststehenden Umständen, den habe ich selbst in der Hand.

Merke:

Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, sondern nur die Bedeutung, die wir Ihnen geben.

5 Kommentare

  1. Heike

    Hallo Katrin,
    derGedanke mit dem konsequenten Späterkommen kam bei mir sofort, als ich deinen Text las. Es ist blöd, aber wenn man an seinem pünktlichen Arbeitsbeginn gehindert wird, kann man nur auf die vorgegebenen Regeln reagieren.
    Dein Ärgerfasten klingt gut! Ich finde es oft schwierig, aber absolut erstrebenswert.
    Bei mir wäre es Sorgenfasten. Ich arbeite daran.
    Liebe Grüße, Heike

  2. Conny Schneider

    Genauso liebe Katrin!
    Ich habe mir dies schon lange zum Lebensmotto gemacht “Dinge, die ich nicht ändern kann, werden mich nicht ärgern”! Natürlich klappt das nicht immer, aber meist ist der Ärger nur kurz, weil ich mich dann besinne…
    Ich wünsch dir gutes gelingen und danje dir diesen tollen Post.
    LG Conny (coschcato)

    • kh

      Liebe Conny,

      Ich faste quasi schon seit Montag und es fühlt sich gut an. Noch klappt es. Natürlich werde ich mich hin und wieder “unnötig” ärgern. Aber solange es mir dann auffällt, kann ich wieder gegensteuern.

      Liebe Grüße, Katrin.

  3. Nicole

    Liebe Katrin,
    ich kenne das soooo gut. Und ich wünsche dir, dass das Ärgerfasten von Erfolg gekrönt ist. Außerdem versuche ich mitzumachen ;). Denn wenn man erst einmal gelernt hat, dass unsere Erwartungen und unser eigenes Handeln (wir hätten den Schlüssel schon vergeben) nicht immer in Einklang mit unserer Umwelt steht, klappt das Ausklinken vielleicht besser.
    Also, los geht’s
    Liebe Grüße
    Nicole

    • kh

      Liebe Nicole,

      vielen Dank für Deine Worte. Natürlich hätten wir den Schlüssel schon vergeben oder aber zumindest dafür gesorgt, dass niemand vor verschlossener Tür steht, obwohl er schon arbeiten sollte. Egal … mir würde ja auch eine Begründung ausreichen bzw. helfen zu verstehen. Aber egal … ohhhhhmmmm … ich nehme einfach eine Bahn später.

      Liebe Grüße, Katrin.

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