Die „alltagsfeierliche Ausmisterei“ (Artikel dazu findet man hier und hier) findet aufgrund von akutem Zeitmangel nicht mehr so regelmäßig statt. Das „äußere Chaos“ habe ich mittlerweile relativ gut im Griff. Die noch zu erledigenden „Restarbeiten“ werde ich im neuen Jahr erledigen, ich hoffe, dass „die Alltagsfeierin“ dann auch einen neuen Anlauf nimmt, das funktioniert für mich ganz gut als Motivation von außen.

Das „innere Ausmisten“ fiel mir deutlich schwerer als das Beseitigen des äußeren Chaos. Gefühle und Verletzungen, Ideen und Träume lassen sich nicht so leicht aussortieren wie überflüssige, kaputte oder hässliche Gegenstände, die mir keine Freude bereiten oder nutzlos geworden sind. Innerlich übe ich mich noch im Loslassen. Aber der Reihe nach …

Kopf leerschreiben

Zunächst habe ich mir meinen Kopf leergeschrieben. Alle Termine, Aufgaben,  Glücksmomente, Ideen, Träume, Ärgernisse und sonstige Hindernisse … wurden so „freigelassen“ und anschließend neu geordnet.

Gedanken neu ordnen

  • Termine kamen in den Kalender
  • Aufgaben auf eine Can-Do-Liste
  • Glücksmomente ins Glücksglas
  • Ideen auf thematische Listen (Garten, Geschenke, …)
  • Träume auf die Bucket-List

Bis hierher war es „einfach“. Die Punkte auf den Listen können nach und nach abgearbeitet oder an jemanden anders delegiert werden bzw. ab und an auf ihre Aktualität überprüft werden. Einiges konnte einfach gestrichen werden, weil es mir nicht mehr so wichtig ist, sich meine Einstellung geändert hat, sich einige Dinge von allein erledigen. Aber auch Neues kommt regelmäßig hinzu.

Mein Glücksglas

Enjoy the little things.

Meine (klitze)kleinen und großen Glücksmomente sammle ich seit April 2018. Das Glücksglas war ein Geschenk meines Sohnes zu meinem 50. Geburtstag. Meine Glücksmomente werde ich ein Jahr später (vielleicht auch eher) noch einmal durchlesen, evtl. archivieren und anschließend wieder ein Jahr lang sammeln.

Lösen oder Loslassen

Bei der Sortierung der eher negativen Dinge (Ärgernisse und sonstige Hindernisse) hatte ich die meisten Schwierigkeiten. Schlussendlich habe ich diese in einen Block auf einzelne Seiten geschrieben. Einiges konnte ich bereits für mich lösen, bei anderen wird das noch dauern und wieder andere muss ich „einfach“ loslassen. Mein Ziel war es, diese kleinen Zettelchen bis zum Ende des Jahres im Kaminofen zu verbrennen. Das ist noch nicht ganz gelungen … und auch hier kommt ja hin und wieder etwas Neues hinzu. Aber der Block wird schmaler.

If you don*t like something, change it. If you can*t change it, change your attitude. – Maya Angelou

Permanenter Prozess

Fast genauso schnell wie ich meinen Kopf leer geschrieben hatte, war er bald schon  wieder voll. Wird er zu voll, das lässt sich bei mir ganz klar am Schlafmangel und der Häufigkeit von Kopfschmerzen erkennen, wird es Zeit, ihn wieder leer zu schreiben und den Dingen in meinem Kopf einen Platz auf den Listen oder Zettelchen zu geben. Das ist ein permanenter Prozess, genau wie bei der äußeren Ordnung.

Mein Fazit

Ich muss noch lernen, viel mehr los zulassen und mich zu fragen, ist das wirklich meins und/oder ist es mir das wert? … wenn es „meins und wert“ ist, kann es bleiben und ich kümmere mich darum. Ansonsten: weg damit! Und jetzt:

goodbye 2018,

hello 2019!

 

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