Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen von mir recherchiert und verfasst worden. Er ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Und wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel!

Erkenne, wo Du stehst, wo Du hinwillst. Mache einen Plan … und dann geh. (Ken Cadigan)

Auch für mich als nebenberuflich selbstständige Unternehmerin, die weder einen Kredit noch öffentliche Gelder beanspruchen möchte, bietet der Business-Plan eine Grundlage für die Überprüfung der eigenen Geschäftsidee. Meinen Business-Plan schreibe ich für mich.

Der Businessplan beschreibt, „was sein muss“, damit meine Selbstständigkeit funktioniert!

Er besteht aus einem Zahlenteil und einem Textteil.

Der Zahlenteil beantwortet die Frage: Wie viel muss ich, zu welchem Preis verkaufen? Der Textteil beantwortet die Frage: Wie verkaufe ich diese erforderliche Menge zu eben diesem Preis?

Der Preis für meine angebotenen Waren oder Dienstleistungen wird bedingt durch:

  • meine Kosten (Kostendeckung: betrieblich und privat)
  • meine Konkurrenten (was ist mein Mehrwert, das Besondere?)
  • meine Kunden (was sind meine Kunden bereit zu zahlen?)
  • meinen „Bauchpreis“ (was bin ich wert?)

Mit Hilfe des Business-Planes berechne ich meinen kostenorientierten Preis. Sollte dieser errechnete Preis deutlich über oder unter meinem „Bauchpreis“ liegen, muss die eigene Werteinschätzung neu überdacht werden.

Meine Kalkulation

Ich habe meine Kalkulation ausgehend von dem Betrag aufgebaut, den ich am Ende eines Monats gerne auf meinem Konto sehen möchte. Meinen „Netto-Gewinn“ … Dieser Betrag dient der Deckung meiner privaten Kosten.

Zu diesem Betrag rechne ich meine individuellen Sozialabgaben (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung) und meine voraussichtlich zu zahlende Einkommensteuer (individueller Steuersatz) und die eventuell zu zahlenden Gewerbesteuer hinzu.

Somit erhalten ich den Gewinn, den ich monatlich erzielen muss.

„Netto-Gewinn“ + Sozialabgaben + Steuern = Gewinn

Zu dem ermittelten Gewinn addiere ich die sog. Fixkosten (das sind die Kosten, die immer anfallen, egal ob ich in diesem Monat etwas verkaufe/produziere oder auch nicht, z. B. monatliche Raummiete, Personalkosten, Versicherungen, Abschreibungen, …)

Gewinn + Fixkosten = Rohertrag

Für die endgültige Kalkulation benötige ich jetzt noch die variablen Kosten (das sind die Kosten, die anfallen, sobald ich produziere/eine Dientstleitung tatsächlich erbringe, z. B. Benzinkosten, Strom, Büromaterial, …)

Anschließend schaue ich, wie viele Stunden pro Monat ich arbeiten möchte/kann/darf und erhalten dann den Preis, den meine Dienstleistung kosten muss, damit sich meine Selbstständigkeit für mich rechnet.