B … wie Ballast abwerfen

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Wer A sagt muss auch B sagen?

Müssen nicht, denn es soll ja leicht sein, und ich hatte dann ja zwischenzeitlich auch erst einmal „Z … wie Zwischenlager“ gesagt, nun aber möchte ich gerne weitermachen … hier kommt also der nächste Beitrag zu meinem #vielleichter2021 ABC:

Loslassen, Entrümpeln, Ballast abwerfen und die Leichtigkeit des Seins wieder entdecken.

Ich möchte mehr Leichtigkeit in meinem Leben, dafür werde ich aber noch einiges an (seelischem) Ballast abwerfen.

Das Leben ist wie eine Ballonfahrt. Manchmal muss man erst Ballast abwerfen um wieder steigen, fliegen, lachen oder träumen zu können.

Gegenstände loszulassen fällt mir eher leicht, meine alltagsfeierliche Ausmisterei in 15-Minuten-Einheiten geht gut voran.

Im Erdgeschoss bin ich fertig. Das war sehr einfach, denn hier hatte ich vor Jahren schon gut durchsortiert und losgelassen. Hier fühle ich mich jetzt wohl, es ist luftig, leicht und übersichtlich.

Jedes Ding hat seinen festen Platz. So fällt das Ordnung- und sogar das Sauberhalten leicht(er).

Im Obergeschoss wird das schwerer werden, weil ich und alle anderen Familienmitglieder diese verwaisten Zimmer als Zwischenlager „missbraucht“ haben. Noch hat der Ballast also das Haus nicht verlassen, sondern nur die Etagen gewechselt.

Obwohl ich die Unordnung und das Zuviel nicht mehr täglich vor Augen habe, belastet mich diese. Aber da bin ich dran … häppchenweise geht es weiter.

Das äußere Ausmisten/Loslassen geht also gut voran.

Beim Loslassen von negativen Glaubsenssätzen, Gefühlen, Kränkungen, oder Menschen, die mir nachweislich nicht gut tun, fällt mir das schon sehr viel schwerer.

Wobei sich das mit den Menschen eventuell durch Corona selber erledigt? Denn gerade jetzt gibt es gute Gründe eben diesen Menschen aus dem Weg zu gehen und vielleicht lasse ich das auch nach Corona einfach so? Das wäre doch schön, wenn etwas Gutes aus dieser blöden Zeit mitgenommen werden kann.

Das mit den Menschen, die mir nicht guttun könnte sich also von selber erledigen, bleiben also noch die negativen Gefühle, Glaubenssätze, Kränkungen … diese loszulassen fällt mir extrem schwer.

Aber Du warst zuerst doof …

Mein „elefantöses“ Gedächtnis ist dabei leider auch keine Hilfe. Ich weiß Jahre später noch, wer, wann, was genau gesagt, gemacht, getan hat und wie ich mich dabei gefühlt habe. Das ist toll, wenn es um schöne Dinge geht, bei negativen Ereignissen ist es nicht sehr hilfreich.

Um negative Glaubenssätze habe ich mich hier schon einmal gekümmert. Einige positive Affirmationen aus meinem Adventskalender sind nun Teil meines Moodboards, andere sind in meinem Glücksglas gelandet und werden mich so einige Zeit begleiten und ich schaffe es, sie zu verinnerlichen.

Bleibt also das Loslassen der negativen Gefühle und Kränkungen. Hier helfen mir folgende Fragestellungen:

  • Hätte ich diese Person je um Rat gefragt?
  • Ist mir die (Meinung dieser) Person wirklich wichtig?
  • Wenn nicht, warum belasten mich dann deren Worte/Taten so sehr?
  • Weiß/Wollte der andere überhaupt, dass ich seine Worte/Taten so verstehe? Weiß dieser jemand, was er damit ausgelöst hat? Oder ist das meine eigene Interpretation/Dünnhäutigkeit?
  • Warum möchte ich es jedem Recht machen, außer mir selber?
  • Hätte ich in dieser Situation „Nein“ oder alternativ „Stop“ sagen sollen?
  • Warum fiel mir das Nein/Stop-Sagen in dieser Situation so schwer?
  • Warum ziehe ich mir jeden Schuh an, den man mir hinstellt, auch wenn dieser mir gar nicht passt? Bildlich gesprochen für: Warum mache ich mir die Probleme anderer zu eigen?

Am 17. Februar beginnt in diesem Jahr die Fastenzeit. Beendet wird sie nach 40 Tagen am Ostersamstag, den 3. April. Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr auch zu fasten, und zwar „Ärger und schlechte Gefühle“ und dazu gehört dann auch rechtzeitig „Nein“ und „Stop“ zu sagen, damit eben Ärger und schlechte Gefühle gar nicht aufkommen.

Es ist nicht richtig, immer alles hinzunehmen.

Es gibt Menschen, die verwechseln Gutmütigkeit mit Schwäche und nutzen dich aus. Du musst im Leben bewusst Grenzen setzen.

Nicht, um Anderen weh zu tun, sondern um dich selbst vor Verletzung zu schützen.

Beim Aufräumen im „Außen“ hat mir sehr geholfen, mir vorzustellen, wie das Ergebnis aussieht und wie sehr mich der „Endzustand“ freuen wird. Das werde ich jetzt auf das „innere Loslassen“ übertragen.

Wie gut, befreit und leicht werde ich mich fühlen … frei von Ärger und schlechten Gefühlen.

4 Kommentare

  1. Heike

    Liebe Katrin,
    deine Wünsche und Pläne mit dem Beziehungsfasten kann ich ausgesprochen gut verstehen. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, wie und ob manche Kontakte, die für mich auch vor Corona schon eher anstrengend waren, nun weitergehen können/ müssen/ dürfen. Aber da das Kontakte sind, die auch meinen Mann betreffen, wird das schwierig.
    Ich wünsche dir aber auf jeden Fall ganz viel Erfolg!Liebe Grüße
    Heike

    • kh

      Liebe Heike,

      ich habe es mittlerweile tatsächlich geschafft mich z. B. weitgehend von der Schwiegerfamilie zu entfernen. Es ist doch sehr praktisch so ein Hund, der dort nicht erwünscht ist. Und ich weiß jetzt schon, dass ich mein Verhalten auch ohne Hund nicht ändern werde. Weil mir nichts fehlt … und ich glaube, denen auch nicht. 😉 Und natürlich „muss“ man manchmal durch ein paar Kontakte „durch“ eben weil wir alle nicht in einem Vakuum leben. Aber ich schaffe es immer häufiger, dann quasi innerlich Abstand zu halten und das hilft mir schon sehr.

      Liebe Grüße
      Katrin

  2. Nicole

    Liebe Katrin,
    ach, ich verstehe dich. Mir geht es beim Loslassen von Menschen und Erlebnissen genauso. Gerade ist mir so etwas wieder passiert. Ich biete mich offen an und bekomme- zack- die Kanonenkugel direkt vor den Bug geschossen. Von einem Menschen, der mir etwas bedeutet.
    Ich kann dann auch nicht sagen, ach, die war überfordert oder meinte dich gar nicht. Nein, der Schuh wird angezogen. Wenn du da also die adäquate Lösung findest…
    Ich drücke dir die Daumen, dass es gut klappt. Außen ist fast fertig, innen wird.
    Danke für diesen schönen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Nicole

    • kh

      Liebe Nicole,

      so eine Abfuhr ist sehr schmerzhaft, wenn man sich offen und ehrlich angeboten hat. Und gerade, wenn einem diese Person etwas bedeutet, ist es sehr schwierig, sich eben diesen Schuh nicht anzuziehen. Vielleicht hilft eine offene Aus/Ansprache … ich weiß es nicht. Bin noch auf der Suche nach dem Patentrezept. Ich weiß aber, dass ich mich von Grund auf nicht ändern möchte, weil es mir noch mehr schmerzen würde, mich dann zurückzuziehen.

      Liebe Grüße, Katrin
      Katrin.

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