A … wie anfangen

Enthält ggf. Werbung durch Verlinkungen und ist daher kennzeichnungspflichtig, von Herzen und aus Überzeugung – und selbstverständlich unbeauftragt und ohne Gegenleistung.

Mir fällt es gerade sehr schwer, einen Anfang zu finden. Das geht mir nicht nur bei Dingen so, die ich nicht so gerne mag, sondern auch bei Sachen, die mir wirklich Spaß machen. Und es ist auch nicht so, dass ich statt der doofen Dinge lieber die spaßigen Sachen erledige … Wenn ich erst einmal angefangen habe, dann geht es, aber ich komme einfach nicht ins Tun.

Warum ist das jetzt gerade so?

A … wie Anfangen … der Anfang des #vielleichter2021 ABC

In diesem Jahr soll es #vielleichter2021 werden und wenn es sich (noch) nicht leicht anfühlt, dann ist es einfach noch nicht dran … wenn es dran ist, wird es auch leicht fallen. Soweit die schöne Theorie … problematisch wird es, wenn die Deadline droht.

Meine Antriebslosigkeit macht mich wahnsinnig. Ich habe versucht, diese einfach zu akzeptieren, mit eher mäßigem Erfolg. Ich habe mir im letzten Vierteljahr viele Pausen gegönnt. Ich habe mit Aufgaben begonnen, die sich leicht anfühlen, und darauf vertraut, dass die richtige Zeit für das schwerere Projekt schon kommen wird. Letzteres oft mit dem Resultat, dass ich dieses dann kurz vor knapp auf die Schnelle hektisch erledigen muss. Einige Dingen lassen sich nicht endlos verschieben auf einen Zeitpunkt, an dem ich dann Muße, Zeit und Lust habe mich der Aufgabe mit der entsprechenden Leichtigkeit zu widmen. Und ich bin müde, sehr müde …

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun.

marie von ebner-eschenbach

Liegengelassene Arbeit blockiert mich. Sie ist immer da und immer in meinen Gedanken. Und sie verhindert auch, dass ich für mich schöne Dinge machen und genießen kann.

Warum Anfangen so schwer ist …

  1. Art der Aufgabe (zu schwer, zu leicht, zu umfangreich, unklare Formulierung)
  2. fehlende Voraussetzungen zur Lösung der Aufgabe
  3. der Arbeitsrhythmus ist abhanden gekommen
  4. eigener Perfektionismus
  5. der Zeitdruck ist (noch) nicht groß genug
  6. der Zeitpunkt
  7. äußere Störfaktoren (Telefon, Social Media, der ganz normale familiäre Wahnsinn)
  8. innere Störfaktoren (Angst zu Versagen, Bequemlichkeit, Angst vor Erfolg)

Wie es leichter werden kann …

Und deswegen habe ich mich in der vergangenen Woche jeden (3.) Morgen (6.) in mini-kleinen Zeiteinheiten (1.) um die Altlasten aus dem Jahr 2020 gekümmert … ungestört ohne Unterbrechungen (7.). Der Zeitdruck (5.) war bereits groß. Einige Voraussetzungen (2.) fehlen nach wie vor (hilfreich wäre nämlich ein Arbeitszimmer, in dem ich mich wohlfühle) … perfekt (4.) ist anders … aber ich bin einen riesigen Schritt vorwärts gekommen und werde diese Woche noch dran bleiben, denn ganz fertig bin ich noch nicht.

Und es fühlt sich viel leichter an und ich freue mich und bin stolz. Hätte ich mich doch bloß eher aufgerafft …

In einem Jahr wirst du dir wünschen, du hättest heute angefangen.

karen lamb

Die Altlasten aus 2020 standen überwiegend im Zusammenhang mit meiner nebenberuflichen unterrichtenden Tätigkeit. Es handelte sich um administrative Aufgaben, die mir in der Regel leicht fallen. Ich frage mich:

Was braucht es, damit ich diese Aufgaben mit Leichtigkeit erledigen kann?

Die Antwort ist ganz einfach: eine passende Arbeitsumgebung, in der ich mich wohlfühle und in der alle Voraussetzungen erfüllt sind, um diese Aufgaben mit Leichtigkeit zu erledigen. Ein Arbeitszimmer das seinem Namen gerecht wird, klar und übersichtlich strukturiert und frei von allem, was nicht in Zusammenhang mit dieser Arbeit steht.

Fazit: ich werde in 15-Minuten-Einheiten alles aus meinem kleinen Zimmer entfernen, was dort nichts zu suchen hat und mich deswegen blockiert. Diese Dinge werde ich zunächst zwischenlagern in einem ungenutzten Zimmer im ersten Stock, dort wird es in nächster Zeit somit noch ein wenig chaotischer werden … hätte ich mehr Zeit, würde ich erst dort oben die entsprechenden Voraussetzungen schaffen, aber:

Better done, than perfect.

Sheryl Sandberg

1 Kommentar

  1. Nicole

    Liebe Katrin,
    ich kann dich verstehen, denn diese Antirebslosigkeit, gerade bei nicht so schönen Dingen, kennen wir doch alle.
    Aber der Unterschied ist, sich das bewusst zu machen. Du erkennst für dich, glaube ich, ganz gut, was das Problem ist und wo es liegt.
    Und dann denke mal darüber nach, WAS du im letzten Jahr alles gewuppt hast. Das war, wie ich finde, verdammt viel. Dass dann auch mal Müdigkeit aufkommt, findest du nicht schön, ist aber normal, denke ich. Ich finde es schön, dass du diese Gedanken mit uns teilst.
    Ich bin sicher, es wird wieder und wünsche dir viel Spaß bei der Gestaltung deines Arbeitszimmers.
    Liebe Grüße
    Nicole

Schreibe einen Kommentar zu Nicole Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2021 Katrins Krimskrams

Theme von Anders NorénHoch ↑